Rezept & Telemedizin

Cannabis-Rezept online bekommen — so läuft die Telemedizin ab

6 Min. LesezeitAktualisiert: 15.9.2026

Seit Cannabis kein Betäubungsmittel mehr ist, darf ein normales Rezept ausgestellt werden — in vielen Fällen auch nach einer Videosprechstunde. Dieser Ratgeber erklärt, wie der Ablauf aussieht, was er kostet und wo die Grenzen der Telemedizin liegen.

Ablauf in vier Schritten

  • ·Online-Fragebogen zu Beschwerden, Vorerkrankungen und Vorbehandlungen
  • ·Videosprechstunde mit einer approbierten Ärztin oder einem Arzt
  • ·Ausstellung des E-Rezepts bei passender Indikation
  • ·Einlösung in einer Versandapotheke, Lieferung meist in 1–3 Werktagen

Welche Indikationen kommen infrage?

Häufig genannt werden chronische Schmerzen, Migräne, ADHS, Schlafstörungen, Spastik bei Multipler Sklerose, Endometriose, Übelkeit unter Chemotherapie und posttraumatische Belastungsstörungen. Entscheidend ist nicht die Diagnose allein, sondern dass Standardtherapien nicht ausreichend gewirkt haben oder nicht vertragen wurden.

Was es kostet

Die Privatsprechstunde liegt meist zwischen 20 und 100 €, Folgerezepte oft günstiger. Die Blüten selbst kosten in der Apotheke typischerweise 8–15 € pro Gramm. Eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse ist möglich, muss aber vor Therapiebeginn beantragt werden.

Seriöse Anbieter erkennen

  • ·Approbierte Ärzt:innen mit Namen und Facharztbezeichnung
  • ·Echte Videosprechstunde statt reinem Formular
  • ·Keine Garantie auf ein Rezept vor dem Gespräch
  • ·Transparente Preise vor Buchung
  • ·Impressum mit ladungsfähiger Anschrift

Häufige Fragen

Bekomme ich garantiert ein Rezept?+

Nein. Eine seriöse Praxis prüft die Indikation im Gespräch und lehnt ab, wenn keine medizinische Begründung vorliegt.

Darf ich mit Cannabis-Rezept Auto fahren?+

Nur wenn die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigt ist. Der THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml gilt auch für Patient:innen; in der Eindosierungsphase sollte man nicht fahren.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung. Abgabe ausschließlich an Erwachsene ab 18 Jahren.